BUNT – DIE ZEITUNG FÜR FOTOGRAFEN

Ich will ehrlich sein. Ich hatte seit wirklich langer Zeit keine richtige Zeitung mehr in der Hand. Schließlich läuft jetzt alles digital ab. Umso geiler war aber das Gefühl, als ich das „BUNT“ Magazin zum ersten mal in den Händen hielt. „BUNT“. Die Zeitung für Fotografen.

Aber von Anfang an.

„BUNT“ ist ein Printprojekt der Fotografen Andreas Jorns und Matthes Zimmermann. Zwei nicht ganz unbekannten Protagonisten in der Fotografenszene. So war der eine, Andreas Jorns, erst kürzlich auf der Couch von Patrick Ludolph (neunzehn72.de) zu Gast. 

Das Konzept von „BUNT“ in zwei Sätzen.

„BUNT“ ist ein Magazin für Fotografen im klassischen Zeitungsformat. In dieser „Zeitung“ werden nur analoge schwarz-weiß Fotos von wechselnden Fotografen abgebildet.

 

BUNT MAGAZIN

 

Es ist die allererste Ausgabe, die ich hier nun in den Händen halte. Insgesamt sind hier vier Fotografen mit ihren Bildern vertreten. Naja. Eigentlich sechs, wenn man die beiden Herausgeber mitrechnet. Ok. Sagen wir so. Es sind insgesamt sechs Strecken in dieser ersten Ausgabe. Sechs Strecken mit super Bildern. Also die sind wirklich cool! Mit dabei sind nun, neben Andreas Jorns und Matthes Zimmermann…

Anfangs hatte ich Zweifel, dass die Bilder auf Zeitungspapier richtig zur Geltung kommen können. Diese Angst wurde mir aber, zum Glück, schon beim ersten Anblick genommen. Es fühlt sich irgendwie richtig an. Analoge Fotos auf analogem Zeitungspapier. Zusätzlich haben die Bilder immer noch die Qualität, dass man sie ganz einfach als Poster nutzen könnte (die analogen Fotos sind teilweise auf Doppelseiten gedruckt und somit etwas größer als DIN A3). 

 

BUNT MAGAZIN

 

Es sind aber auch die kleinen Details, die schön anzusehen sind. Zu jeder Strecke sind Anfangs die Negative der darauf folgenden Bilder zu sehen und das Thema wird rücksichtslos von Anfang bis Ende durchgezogen. Analoge schwarz-weiß Fotos.

Aber…

Jedoch habe ich die Befürchtung, dass eine „Fotografenzeitung“ im Vergleich zu den klassischen Bildbänden doch recht kurzlebig ist. Ich meine eine Zeitung „steht“ nicht im Regal, sondern liegt irgendwo und wird schnell vergessen. Ja klar. Man kann die Zeitung einrahmen aber vielleicht wäre so eine „Abo-Box“ wie bei früheren Magazinen eine mögliche Lösung. Versteht ihr was ich meine? Eine Box, in der man speziell diese Zeitung sammeln kann. Schön gestaltet wäre so auch eine Zeitung ein absoluter Hingucker im Regal.

Da ist aber leider noch eine Sache, die mir etwas negativ aufgefallen ist. Ich meine versteht mich nicht falsch. Klar muss man für so ein Produkt bezahlen. Klar sind 15€, aus meiner Studentensicht, für eine Zeitung viel Geld. JEDOCH darf man nicht vergessen, dass die abgebildeten Arbeiten der Fotografen mit 250€ honoriert werden und das ist wichtig und richtig! Was ich aber nicht verstehe ist das Abosystem. Ihr habt die Möglichkeit vier Ausgaben (ihr müsst danach nicht kündigen) für 60€ zu bestellen. Hier spart ihr dann die Versandkosten (Quote: In diesem Fall spart ihr 10€). Aber wie wäre es mit einen kleinen zusätzlichen Bonus. Zum Beispiel ein weiterer kleiner Preisnachlass oder eine, wie oben angesprochen, „Abo-Box“. Nur so eine Überlegung, die ich hiermit gerne in Richtung Andreas und Matthes weitergeben möchte. (alle Preise verstehen sich zzgl. inkl. 7% MwSt. und zzgl. Versand bei der Einzelbestellung)

 

BUNT MAGAZIN

 

Insgesamt ist „BUNT“ aber ein großartiges Konzept, das hoffentlich noch länger am Markt besteht. Ich werde definitiv bei Gelegenheit noch einmal reinschauen. Es ist genau das richtige für alle (analogen) Fotografen, Models, die mal einen neuen Fotografen suchen oder einfach nur für diejenigen, die gerade auf der Suche nach Inspiration sind. 

Die Grundidee für dieses Magazin lieferte übrigens Ben Hammer, als er seine Idee „Girlspaper“ verschenkte. Den Namen „BUNT“ lieferten die Jungs von Spatenhai.

Natürlich könnt auch ihr euch bei „BUNT“ für eine Veröffentlichung bewerben. Einzige Voraussetzung: Analoge schwarz-weiß Fotos.

Dem aufmerksamen Leser wird jetzt aufgefallen sein, dass dies kein, wie normalerweise üblich, norddeutsches Projekt ist. Für gedruckte Fotos mache ich aber gerne eine Ausnahme.

Gedruckte Fotos sind geil!

Kaufen könnt ihr diese „Zeitung“ bzw. das BUNT-Magazin hier: BUNT SHOP

 

BUNT MAGAZIN

 

Ich bedanke mich zum Schluss noch recht herzlich bei bei Andreas Jorns und Matthes Zimmermann für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Wie immer gilt: Wer Rechtschreibfehler findet, der darf sie gerne behalten!

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