DIE HÜTTE ROCKT- EGAL BEI WELCHEM WETTER

Ein Gastbeitrag von Jan Rüter (Creating Memories Fotografie).

Das Hütte Rockt Festival gehört mittlerweile zu einem festen Bestandteil in meinem Kalender und die Vorfreude auf dieses Wochenende war riesig!

Nachdem die Wettervorhersage Regen meldete war es wieder da, dieses gewisse Hütte Rockt Feeling; eine ordentliche Mischung aus viel Schlamm, guten Bands und einem Haufen toller Menschen und Freunden mit denen man einfach eine riesen Party feiert.

Zudem stellten die Veranstalter in diesem Jahr ein top Line-Up zusammen. Neben Hochkarätern wie Danko Jones, Zebrahead, Massendefekt und der Sondaschule spielten auch einige Lokalmatadore auf den Bühnen. Mit im Gepäck hatten die verschiedenen Künstler ein vielfältiges musikalisches Angebot: Vom Singer-Song-Writing bis zum Deathmetal und irgendetwas dazwischen war vertreten – kurzum es war für jeden etwas dabei.

Mein Tag auf dem Hütte Rockt handelt von Neuentdeckungen, alten Bekannten, gecrashten Interviews und einem persönlichen Highlight.

 

 

Der Tag begann zunächst  eher gemütlich mit Lucas Bartusch und seinem Singer-Songwriter-Projekt „Wood & Valley“. Das letzte Mal spielte er noch mit seiner Metalband auf dem Hütte Rockt, nun ist er als Solokünstler zurück. Im Interview hat er mir verraten, dass er aktuell an neuen Songs für seine zweite Veröffentlichung arbeitet. Es war ein toller Auftakt in den Festivaltag.

 

 

In meinem ersten Interview, vor Öffnung des Festivalgeländes, hatte ich ein sehr interessantes Interview mit Lucas, das mit freundlicher Unterstützung von Beardless, Nils Hölscher und ihrem Schabernack ein wenig anders verlaufen ist als es geplant war.

Die Jungs von Beardless rockten kurz nach dem Interview die Zeltbühne mit einer ordentlichen Schüppe Hardcore und Rock. Im Anschluss an den Auftritt, der mir doch ein paar Schweißperlen auf die Stirn zauberten folgte das zweite Interview, dieses Mal mit Sebastian von Massendefekt. Es war eine sehr entspannte Unterhaltung, auf die separat, an anderer Stelle, eingegangen wird. Nur so viel noch: Am Ende des Interviews gab es noch den Tipp für mich, dass ich mir unbedingt die Killerpilze anschauen sollte.

 

 

Ein wenig verdutzt verabschiedete ich mich, schnappte mir die Kameras und schaute mir wirklich die Killerpilze an. Im Hinterkopf hatte ich immer noch die drei Teenies mit ihrem Song „Richtig Scheiße“ und war doch eher skeptisch dem gegenüber,  was mich gleich erwarten sollte. Doch spätestens nach den ersten drei Liedern, als ich aus dem Graben ging, war die Skepsis verschwunden. Die Killerpilze sind erwachsen geworden und haben ein richtig starkes Brett an deutschem Rock abgeliefert. Kramt sie doch aus euren „Teenie-Band die man nicht unbedingt hören muss“-Schubladen raus und hört euch die neuen Sachen an. Für mich war es eine überraschende Neuentdeckung. Nach den ersten Liedern hat es mich aufgrund des einsetzenden Regens in das Zelt verschlagen.

 

 

Mit dem Party-Startschuss von Massendefekt brach auch der Himmel auf und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Zum Auftritt bleibt mir nur eins zu sagen: Chapeau! Mit einer großen Tüte Leidenschaft, einer Portion Lust und einem Publikum war sich als äußerst textsicher bewies war es einfach ein riesen Spaß.

Abgelöst wurden die Düsseldorfer von der Sondaschule, die mit einem neuen Album im Gepäck sich auf den Weg nach Hütte gemacht haben. Ich muss sagen sie können es immer noch: Musik die einem ein Grinsen ins Gesicht zaubert, mal witzig mal bitterer ernst und immer eine Prise Humor mit dabei. So kennt und sie liebt man sie. Mit ihrem gute Laune Ska-Punk haben sie ordentlich Stimmung verbreitet. Was folgte war mein persönliches Highlight an diesem Abend – Zebrahead. Die Rock-Verteranen beackern seit Jahren die Festivalbühnen der Welt und haben auch dieses Mal ihre Livequalität unter Beweis gestellt. Am Ende des Abends ging es für mich noch auf die Bühne und hatte die Freude das letzte Bild des Abends zu machen.

 

 

Was bleibt mir nach dem Tag noch zu sagen? Es war ganz großes Kino. Danke an alle helfenden Hände im Hintergrund, die ehrenamtlich dieses Festival realisieren. Es ist einfach schön zu sehen, dass aus einer kleinen Idee nun schon zum  11-mal so ein tolles Festival auf die Beine gestellt wurde. Man fühlt sich immer sofort gleich Willkommen und heimisch und muss es einfach lieben.

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar