JÖRN TEMPEL

JÖRN TEMPEL – JUNG, SELBSTSTÄNDIG, BODENSTÄNDIG

Jörn Tempel lebt und arbeitet in Oldenburg (Niedersachsen) und ist der erste „vollständig selbstständige“ Fotograf den ich persönlich, für diesen Blog, treffen durfte.

Erst 23 Jahre jung und schon selbstständig. Selbstständig im Bereich der Fotografie. Bereits mit 22 Jahren hat er diese Herausforderung angenommen. Mit 22. Zu dieser Zeit saß ich noch in der Berufsschule und hab für meine Ausbildung gebüffelt. (Ja es gibt bestimmt noch jüngere Selbstständige. Aber ich kenne keinen persönlich. Meldet Euch also gerne bei mir, wenn Ihr euch in noch jüngeren Jahren selbstständig gemacht habt.)

Aber zu allererst an Alle, die jetzt großes oder gar außergewöhnliches an dieser Stelle erwarten. Jörn ist nicht die Social Media Rampensau, wie es andere Fotografen sind. Er ist auch, im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Fotografen, eher der bodenständige Typ. Seine Fotos sind schlicht, einfach und trotzdem schön. Ja das klingt jetzt erst einmal langweilig. Und ja es ist eigentlich auch wieder „nur“ ein Mensch der Menschen fotografiert. Aber trotzdem, oder gerade deshalb, gibt es noch einiges mehr über Ihn zu erzählen.

„Ich habe mit 22 echt lange und ausgiebig überlegt, ob ich diesen Schritt in die Selbstständigkeit gehen will. Aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass mir Freude an der Arbeit wichtiger ist als das große Geld.“

Jörn TempelDer Schritt in die reine Selbstständigkeit ist wahrlich kein einfacher. Auch für Jörn war der Einstieg eine eher schwierige Phase. Er konnte anfangs aber unter anderem davon profitieren von zu Hause aus arbeiten zu können. So fallen große Posten, wie die Miete beispielsweise, weg. Nach unzähligen Behördengängen, Finanzkram und einigen anderen Hürden ist er nunmehr seit rund einem Jahr selbstständig. Es gibt den Berufsfotografen Jörn Tempel immer noch und ans Aufhören denkt er nicht im entferntesten.

In der Arbeit als selbstständiger Fotograf hat er sich vor Allem auf die Hochzeitsfotografie spezialisiert. Aber auch auf Events treibt er sein Unwesen. In seiner freien Zeit macht er viele freie Projekte, die zwar kein Geld aber eine Menge Spaß und Erfahrung bringen.

„Ich mache die freien Projekte nicht um damit Geld zu verdienen, sondern weil ich Spaß daran habe und es mich auch weiter bringt. Ich kann dadurch Erfahrung sammeln und vielleicht neue Wege für meine Arbeitsweise entdecken.“

Schaut man sich nun seine Bilder an, dann könnte man schnell vermuten, dass Jörn ausschließlich in schwarz-weiß fotografiert. Frei nach dem Motto „Ist dein Foto scheiß, machs schwarz-weiß“. Aber so ist es ganz und gar nicht. Seine Bilder wirken professionell aber dennoch schlicht, einfach und trotzdem schön. Jetzt kann man sich natürlich darüber streiten, ob es in Zeiten von Internet und krassen Farben auf sämtlichen Instagram- und Facebookseiten ein eher uncooler Bildstil ist. Aber das sehe ich nicht so. Denn man darf dabei auch nie vergessen, dass jeder Geschmack verschieden ist und jeder eben das treiben darf, was er will.

„Ja ich habe selber festgestellt, dass ich sehr viel in schwarz-weiß mache. Aber mein Jahresvorsatz für 2016 war mehr Farbe in meinen Fotos.“

Bisher gelingt ihm dieses Vorhaben ganz gut. Es sind schon einige Strecken auf seiner Internetseite zu finden, die es geschafft haben in Farbe gezeigt zu werden.

Jörn TempelSeine Arbeitsweise aber ist alles andere als schwarz-weiß. Er versucht ständig neues und anderes. Wenn man jetzt den Bereich der Hochzeitsfotografie als Beispiel nimmt, dann klettert er lieber mal auf Kräne um ein Bild aus der Vogelperspektive zu machen. Besser als das fünftausendste Pärchenbild vorm Oldenburger Schlossgarten.

„Ich klettere lieber mal auf einen Hafenkran und fotografiere aus der Luft als das Standardprogramm durchzuziehen. Blöd nur wenn man merkt, dass man eigentlich Höhenangst hat.“

In unserem Gespräch hat man so also schnell gemerkt, dass es die Fotografie ist, die ihn glücklich macht. Natürlich ist er dadurch auch ein sehr zufriedener Arbeiter in seinem eigenen Betrieb. Vermutlich ist es aber auch einfach nur die Tatsache sein eigener Chef sein zu können.

Wer jetzt überlegt demnächst heiraten zu wollen und noch den passenden Hochzeitsfotografen sucht, der kann sich natürlich auf den folgenden Seiten ein eigenes Bild von seinen Arbeiten machen oder hier nachfolgend durch seine persönlichen Lieblingswerke scrollen. Zusätzlich findet Ihr aber auch, wie gewohnt, die 10 unnötig typischen Fotografenfragen an Jörn im Anschluss an die Bilder.

Wir wünschen Jörn an dieser Stelle auf jeden Fall noch alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft.

Und jetzt viel Spaß beim stöbern 🙂

HOMEPAGE // INSTAGRAM // FACEBOOK

 

Jörn Tempel

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Die 10 völlig unnötig typischen Fotografenfragen:

Wie würden Dich deine Freunde in einem Satz beschreiben?

Liebenswerter, spontaner und nachtaktiver Chaot, der gerne mal zu viel Essen bestellt.

Der Klassiker: Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Gute Frage, ich bin da so reingerutscht und jetzt stecke ich fest.

Was drückt die Fotografie für Dich aus? 

Fotografie ist für mich mehr, als nur auf den Auslöser drücken. Die Fotografie ist meine Leidenschaft und Liebe, die ich jeden Tag aufs Neue entdecke.

Was ist Dein aktuellstes Projekt, von dem Du erzählen willst?

Fotos machen und Glücklich sein. Nein mal im Ernst, die ein oder andere Idee schwirrt in meinen kleinen Schädel herum. Spruchreif ist das Ganze aber noch nicht.

Wo siehst Du dich in 10 Jahren?

In 10 Jahren? Verdammter Mist, da bin ich 33 Jahre alt. So weit möchte ich noch gar nicht denken.

Welche Hobbys hast Du noch neben der Fotografie selbst?

Ich habe jetzt ernsthaft 5 Minuten überlegt, ob mir eine mega coole und ungewöhnliche Antwort einfällt, leider muss ich dich enttäuschen. Besondere Hobbies habe ich nicht, alles der übliche Mainstream, den jeder Hans und Franz macht.

Fahrrad, Auto, Bahn oder doch Longboard?

Ich wette mit dir, dass ich der unsportlichste Typ Oldenburgs bin. Wenn ich Raucher wäre, würde ich bestimmt mit dem Auto zum Zigarettenautomaten fahren. Mal Butter bei die Fische, ich bin momentan echt unsportlich, wenn mir jemand einen Fitnessplan schreiben möchte: Immer her damit!

Was oder wen willst Du unbedingt noch fotografieren?

Mich selbst, leider kann ich einfach keine guten Selfies schießen. Das sieht bei mir immer bescheuert aus. Gibt’s eigentlich schon Selfie-Workshops? Marktlücke?

Wo bist Du im Netz am Besten zu finden?

Das Internet ist für uns alle Neuland. Facebook und Instagram sollen aber ganz cool sein. So einen komischen Blog habe ich auch, soll gerade in Mode sein, habe ich gehört.

Zum Schluss noch etwas „Gearporn“. Zeig her Dein Equipment. 

Leica Q (Typ 116)

Nikon D800

Nikon 14-24 mm 2.8

Nikon 50 mm 1.8

Nikon 85 mm 1.4

Lensbaby Composer Pro

– Willst auch Du deine Arbeiten bei uns vorstellen? Dann schreib einfach eine Mail an torsten@duetundat.net –

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