KAI-HENDRIK SCHROEDER – CANDYLAND

Ich hätte an dieser Stelle, wie vermutlich schon viele andere Foto- oder Kreativblogs, auch einfach meine eigene Meinung zu „CANDYLAND“, dem Erstlingswerk und Bildband von DEM Fotonewcomer des letzten Jahres, Kai-Hendrik Schroeder, mit Euch teilen können. Die Meinung eines Menschen, der sich für die Fotografie interessiert und technische Details, Bildkomposition oder den Look beurteilen würde. 

Aber warum? 

Die meisten meiner Freunde haben einfach keine Ahnung von der ganzen Thematik. Studenten denen Namen wie Paul Ripke, André Josselin, Ben Hammer oder eben auch Kai-Hendrik Schroeder kein Begriff sind und so eine viel ehrlichere Meinung haben als so manch selbsternannter Experte, der die Arbeiten von Kai sowieso schon aus dem Internet kennt. 

Gesagt. Getan. 

Es folgt nun also eine kleine Geschichte über die Meinung von Leuten ohne Plan. Ein kleines Experiment mal etwas anders zu machen. Zu Papier gebracht von mir, Torsten.

26°, Sonnenschein und der leichte Geruch von verbranntem Fleisch in der Luft. Wir sitzen am Strand. Wir grillen. Auf der einen Seite das Bier auf der anderen Seite der fertige Nudelsalat vom Supermarkt um die Ecke. Irgendwo mittendrin liegt ein Buch. Ein Buch auf dem hellrosa in Schnörkelschrift „Candyland“ geschrieben steht. Eine Frau auf dem Cover schaut verträumt durch eine verglaste Tür direkt in die Kamera und somit direkt in die Augen des Lesers. Sie fordert, fast schon unangenehm subtil, dazu auf dieses Buch unbedingt lesen zu wollen.

Ich nehme dieses Buch und reiche es in die Runde. Jeder soll es mal anfassen, es sich anschauen und eine eigene Meinung dazu abgegeben.

Und schon die erste Reaktion war bei allen ziemlich gleich.

„Oh.“

„Ups.“

„Hui.“

„Ui.“

„Moin!“

„Nice!“

Ja. Das war in nahezu 100% der Fälle die Reaktion der Leute als klar wurde, dass es sich um Akt- bzw. Teilaktfotografie handelt. Ich mein man kann es Ihnen auch nicht verübeln. Als Student kennt man meist nur Bücher mit viel Text und keinen Bildern. Hier war es alles eben anders herum. Viele Bilder und kein Text.

Es folgt ein kurzes Schweigen und dann die ersten Fragen. Eine der meist gestellten Fragen war sicherlich…

„Wo findet er die ganzen Models?“ 

Als ich Ihnen dann sagen musste, dass es sich meist um Amateurmodels oder um Leute handelt, die das erste Mal vor der Kamera stehen… ungläubige Blicke. Ja die Bilder, die Posen und auch die Zusammenstellung der Bilder wirkt sehr professionell. Für den Laien nicht zu unterscheiden, ob es sich um bezahlte Models handelt. Das Erstaunen stieg aber ins unermessliche als ich auf die Frage…

„Wie viel verdient der eigentlich so als Fotograf?“

… antwortete „Vermutlich nichts. Hauptberuflich ist Kai Azubi in einer Firma für Mediendesign und macht das alles überwiegend hobbymäßig.“

Natürlich folgten noch viele weitere Fragen, wie z.B. „Wie lange braucht man bis man so viele Bilder zusammengetragen hat?“ oder auch „Was ist das eigentlich so für ein Typ der Kai?“. Für all diese Fragen verweise ich aber gerne auf den kürzlich veröffentlichten Podcast von „Küchenplausch“ auf Soundcloud. Dort war Kai-Hendrik Schroeder zu Gast und hat eben all diese Fragen selbst beantwortet. Das würde hier ehrlich den Rahmen sprengen.

Aber zurück zu meiner kleinen Geschichte.

Ich könnte an dieser Stelle gefühlte 10.000 Wörter mit Fragen, Anmerkungen oder Feststellungen schreiben. Aber da das dann eh keiner von Euch alles liest, hier einige der Aussagekräftigsten Aussagen. Sowohl vom männlichen als auch vom weiblichen Publikum.

„Ich mag das Format. Das ist besser als so ein riesiges Fotobuch in der Größe eines Atlas, Atlasses, oder wie das jetzt richtig heißt.“

„Die Bilder sehen übergeil aus. Besser als die Bilder in dem Buch was Du auch hast. Dieses im DIN A4 Format.“ (Gemeint ist „US“ von Andre Josselin)

„Der Playboy wirkt im Vergleich dazu wie ein Schmuddelblatt ohne Niveau.“

„Ich mag die Stimmung. Es wirkt so als würde ich direkt daneben stehen und einfach mit den Mädels einen Kaffee trinken.“

Alles in allem schon sehr lobende Worte. Aber es gab auch gespaltene Meinungen.

„Die meisten Bilder sind echt super. Aber einige sind einfach zu krass. Die Bilder mit Brüsten drauf hätte er weglassen sollen.“

Ich weiß nicht was meine Freundin sagen würde, wenn ich mir so ein Buch kaufen sollte

„Es ist echt ein wunderschönes Buch. Aber ich würde keine 25€ dafür bezahlen.“

Und das ist so ziemlich auch das was jeder sagte. Keiner von den Anwesenden in der Runde würde 25€ für das Buch bezahlen.

Aber nicht weil es das nicht wert wäre. Nein!

„Das Buch ist super. Keine Frage. Aber das Interesse für die Fotografie fehlt mir einfach. Dort ist kein persönlicher Bezug für mich oder ein wirkliches Argument das Buch zu kaufen.“ 

War der Satz, den ich dann auf Nachfrage meist zu hören bekam.

Ich führe diese Tatsache darauf zurück, dass es sich in diesem Fall nur um Studenten handelte. Das Geld sitzt nicht so locker und wird häufig einfach gezielter in andere, eigene Interessen investiert.

„Vermutlich stellt diese Art von Büchern aber auch einfach nur keine Massenware dar. Es ist und bleibt wohl einfach ein Buch für Kenner, für Experten und Fans.“

Und so verblieben wir. Alle einig, dass es ein wunderschönes Buch ist, sich aber an eine sehr spitze Zielgruppe richtet. Und so beschlossen wir uns zu #weitergrillen 😉

 

Abschließend dürfen natürlich noch ein paar Facts für Euch zum Buch nicht fehlen:

  • Es ist ein „Hardcover“ Buch im DIN A5 Format
  • 180 Seiten Spaß und schöne Bilder
  • Limitiert auf 500 Exemplare (alle unterschrieben und signiert)
  • Es gibt einen gratis Lollypop und Sticker/Postkarten

Preis: 25€

Wo: http://www.shop.khschroeder.com/

 

Du willst Dir vorher die Arbeiten von Kai-Hendrik Schroeder noch einmal genauer anschauen? Dann schau doch einfach mal hier vorbei:

instagram.com/khschroedercom

facebook.com/khschroedercom

khschroeder.com

 

Du hast Dir alles durchgelesen? WOW! Große Liebe <3.

Lass doch bitte einmal einen Kommentar da oder schreib mir eine Mail an torsten@duetundat.net. Wie hat Dir dieses kleine Experiment gefallen?

Ich freue mich auf Dein Feedback!

Bis dahin,

Torsten

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Kai-Hendrik Schroeder für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars bedanken.

 

Ein Gedanke zu „KAI-HENDRIK SCHROEDER – CANDYLAND

Schreibe einen Kommentar