REINGEHÖRT: ODEVILLE AUS HAMBURG

Manchmal, aber wirklich nur manchmal, haben Werbeanzeigen auf Facebook etwas Gutes. Ansonsten wäre ich vermutlich nie auf die Hamburger Band ODEVILLE gestoßen. Aber wer ist das eigentlich?

Die Band besteht aus fünf Musikern. Hauke Horeis (Gesang), Tim Sinclair (Bass), David Bergert (Gitarre), Sascha Gotthard (Schlagzeug) und Martin Dörr (Tasten). Bereits 2006 gegründet und mit anfänglich englischen Texten folgte 2012 das erste deutschsprachige Album mit dem Namen „Heimat“. Schon 2014, also zwei Jahre später, folgte das zweite Album „Helion“.

Und jetzt? Jetzt folgt, wieder zwei Jahre später, das dritte deutschsprachige Album „Phoenix“, auf das mich eben diese Werbung auf Facebook aufmerksam gemacht hat.

Auf dem Album sind insgesamt 11 Songs mit einer Gesamtlaufzeit von 41 Minuten. Musikalisch würde ich die Musik irgendwo zwischen Revolverheld, Silbermond und Juli einordnen. Eben eine klassische Mischung aus Deutschpop und Deutschrock mit eher emotionalen, sentimentalen Texten und leichten E-Gitarren Riffs. Leider nichts, was man nicht schon gesehen, ich meine natürlich gehört hat. Beudeutet aber nicht, dass die Musik schlecht ist und zudem resultiert dieses Bild aus meiner eigenen Meinung. Die eines Wirtschaftsstudenten und nicht die eines Musikers. REINHÖREN LOHNT SICH ALSO!

Das besondere hinter diesem neuen Album ist aber eben weniger die Musik, sondern vielmehr die Entstehungsgeschichte. Ein Kollektiv aus rund 30 Hamburger und Berliner Fotografen und Künstlern hat sich zusammengeschlossen um die gesamte Gestaltung des Albums zu verantworten. Das Kollektiv Phoenix.

Der Stil jedes einzelnen Künstlers sollte im Vordergrund stehen und sie sollten Gelegenheit bekommen ihre Heimatstadt aus einer etwas anderen Sichtweise darzustellen. Als Grundlage diente jedem Künstler jeweils ein Songtext des Albums. Eine künstlerische Gesamtleistung, die ich in Verbindung mit einem Musikalbum, noch nicht gesehen hab. So wird es laut Bandaussagen zu jedem Song aus dem Album ein eigens produziertes Musikvideo geben und zusätzlich noch eine Art Videotagebuch. Das ganze gibt es dann auf dem eigenen youtube-Channel der Band zu sehen. Großes Lob also an die Musiker, aber noch mehr an die Künstler dahinter. Um hier nur einige zu nennen. Es waren Künstler dabei, wie der hoch geschätzte Kevin McElvany (Fotograf), Justus Beckmann (Regisseur), Roya Schnell (Künstlerin), Aileen Höltke (Fotografin) oder auch Moritz Ross (Schauspieler).

Mein Fazit? Man sollte auf jeden Fall mal in das neue Album reinhören und einige Lieder werden vermutlich auch noch häufiger im Radio laufen. Die Website verdient einen Besuch, um das Ergebnis der schweißtreibenden Arbeit des Kollektivs Phoenix in Augenschein zu nehmen.

Und wenn Du neugierig geworden bist, dann schau Dir doch gleich das, von mir ein wenig abgefeierte, aktuelle Musikvideo von „Leuchtreklamepoesie“ aus dem aktuellen Album „Phoenix“ von ODEVILLE an. Das Album findest Du natürlich auf den typischen Portalen, wie Spotify, Itunes, Google Play oder einfach im nächsten Plattenladen.

QUELLE: ODEVILLE.DE; YOUTUBE.DE/ODEVILLE

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