THE HEDONIST POST – MEINE MEINUNG

Die zweite Auflage ist schon fast im Verkauf und ich bin, zugegeben, etwas spät dran. Aber ich erlaube mir im folgenden doch noch ein kleines Urteil zur ersten Ausgabe von „The Hedonist Post“.

Mit sinkenden Auflagen haben in der deutschen Printwelt nahezu alle Magazine zu kämpfen. Dem Internet sei Dank. Aber dass man mit der Macht des Internets ein völlig neues Konzept auf die Beine stellen und so auch seine eigenen Arbeiten vermarkten kann, hat wieder einmal der norddeutsche Fotografensuperstar Paul Ripke aus Hamburg bewiesen.

Worum geht es bei The Hedonist Post? 

Das Prinzip ist einfach erklärt.

Gaaanz viel nackte Haut. 

Ja. Nein. Spaß?

Das tatsächliche Ziel dieses kleinen Heftes ist es, verschieden Fotografen eine Plattform zu bieten, ihre Arbeiten vorzustellen. Diese Arbeiten können von den Fotografen selbst auf www.thehedonistpost.com eingereicht werden. Aus eben diesen werden dann auch gleichzeitig einige für die nächste(n) Ausgabe(n) ausgewählt.

Mit Maximilian Münch und Lina Tesch haben es nun also zwei wirklich talentierte Instagrammer/Fotografen in die erste Ausgabe geschafft. Natürlich dürfen eigene Arbeiten von Paul Ripke nicht fehlen. Also noch mehr nackte Haut.

Aber was hat mir denn jetzt an diesem Projekt gefallen und was nicht? Beginnen wir dazu einmal mit den negativen Aspekten, die mir so aufgefallen sind.

Zunächst bin ich richtig sauer auf meinen Postboten. Mein Exemplar kam zerknittert bei mir zu Hause an… Vielleicht lag es am Wetter, vielleicht am Wochentag oder doch einfach nur an dem einfachen schwarzen Briefumschlag, der nicht unbedingt vor zerknitterten Seiten schützt. Schlussendlich ist es leider so und lässt sich nicht ändern. Woran es dann wirklich lag wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben. Was mir aber wirklich etwas negativ aufgestoßen ist, ist die Tatsache, dass es keine weiterführenden Informationen zu den Models, zu den Locations oder meinetwegen auch zum Equipment gibt. Ich meine ein bis zwei Sätze hätten vielleicht schon gereicht. Es muss ja kein Roman sein wie diese „Rezension“. Zurecht stehen zwar die Bilder im Vordergrund aber vielleicht gibt es noch mehr Leute, die das interessiert. Es kann natürlich sein, dass ich an dieser Stelle auch nur ein wenig zu altmodisch bin.

Ein nur halb negativer Punkt meinerseits: Ich weiß aktuell nicht wohin mit den ganzen Postern 😀

Und so kommen wir zu den positiven Aspekten. Mir gefallen natürlich die Bilder UND die Tatsache, dass es einige davon in der Heftmitte als Poster gibt. Außerdem kommt das Magazin im handlichen DIN A4 Format daher. Das Papier ist nicht zu glatt und die Details auf den Bildern kommen gut rüber.

Zudem bin ich ein ausgesprochen großer Fan von selbst veröffentlichten Magazinen oder Büchern ohne Verlag im Hintergrund. Es war für mich also klar, dass ich schnell zuschlagen musste, bevor die limitierte Auflage von 500 Stück schon vergriffen ist. Eine gute Entscheidung. Nach nicht einmal einem Tag war das Ding ausverkauft. Achja. Das minimalistische Design sorgt für den restlichen positiven Eindruck.

Was heißt das also im Fazit?

Für 15€ bietet „The Hedonist Post“ viele schöne Bilder im handlichen Din A4 und 5 Poster, in DIN A3, mit viel nackter Haut und schönen Landschaften als Extra in der Heftmitte (ähnlich wie bei der Bravo oder dem Playboy). Zudem ist der veranschlagte Preis in der Fotowelt vergleichsweise günstig. Darüber hinaus unterstützt man so auf eine gewisse Art und Weise (hoffentlich) junge aufstrebende Künstler, die ihre Arbeiten einfach einmal in gedruckter Form präsentieren wollen. Wer also die nächste Ausgabe selbst in den Händen halten will, sollte schnell sein. Zwar wird es wohl, im Gegensatz zur ersten Auflage, mehr Exemplare zu kaufen geben. Dennoch gehe ich davon aus, dass auch die schnell vergriffen sein werden. Kommt halt alles aus dem Hause Ripke.

Vielleicht habt auch Ihr schon die erste Ausgabe von „The Hedonist Post“ zu Hause liegen. Dann freue ich mich auf eure persönliche Einschätzung und vielleicht schaffen wir sogar eine kleine Diskussion in den Kommentaren.

Bis dahin,

der selbsternannte Print-Experte Torsten.

2 Gedanken zu „THE HEDONIST POST – MEINE MEINUNG

  1. Es ist ein Trugschluß, dass Paul Ripke jungen aufstrebenden Fotografen eine Plattform bieten möchte. Er bietet diese lediglich denjenigen, die ihm treu und ergeben folgen und zu seinen direkten Homies gehören. Paul ist eine einzige Marketingmaschine. Schade, dass sich niemand traut das mal laut auszusprechen.

    1. Hej Stefan,
      danke für deinen Kommentar. Ja man kann von Paul Ripke halten was man will. Aber Fakt ist, dass er als „Marketingmaschine“ Erfolg hat. Diesen Erfolg nutzt er natürlich auch um seine Freunde und Bekannte zu unterstützen. Wer soll ihm das denn auch verübeln? Fakt ist aber auch, dass Fotografen, wie in dieser Ausgabe beispielsweise Maximilan Münch, durchaus davon profitieren können in dieser Form „unterstützt“ zu werden. Ich weiß nicht in welchem Verhältnis die beiden zueinander stehen aber ich kannte die Arbeiten von Maximilian vorher nicht. Darüber hinaus hätte André Josselin vermutlich nie ein „Buch“ rausgebracht, hätte Paul ihn nicht so kräftig in den Arsch getreten. Also in meinen Augen auch eine Form von Unterstützung.
      Aber hey. Wir sind in Deutschland und da darf auch jeder seine Meinung äußern.
      Damit wir jetzt nicht in so eine Grundsatzdiskussion verfallen wünsche ich dir noch einen wunderschönen Tag und ein angenehmes Wochenende 🙂

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